Einträge von Rotraud A. Perner

Die Natur der Frau

Rechtzeitig zum Internationalen Frauentag ist im LIT-Verlag ein Buch erschienen, in dem u. a. am Beispiel von Ursula von der Leyen in ihrer Zeit als Verteidigungsministerin Deutschlands (2013–2019, vorher Familienministerin 2005–2009, dann Arbeitsministerin; aber als sie Verteidigungsministerin wurde, wurde sie als „naiv und politisch unerfahren“ kritisiert!) abgehandelt wird, wie Frauen medial behandelt werden, wenn (zu […]

Alternativen suchen

Salutogenese – Aufbau und Förderung von Gesundheit – besteht in meiner Interpretation (s. mein Buch „Hand Herz Hirn“ aus 2011) darin, sich nach der Wahrnehmung von Gesundheit schädigenden Faktoren nicht nur auf die gewohnten Maßnahmen auf der psychosozialen Ebene zu konzentrieren, sondern sich um die Findung neuer (oder alter vergessener) Alternativen zu bemühen. Das geschieht […]

Ausatmen

Vor dreißig Jahren hätte ich vielleicht gedacht, dass es fortschrittlich und human wäre, Schwerkranken zu helfen, ihr – vermutlich unerträgliches – Leben so beenden zu lassen, wie sie es wollen: Ein Glaserl, ein Gifterl, ein Schlaferl (absichtlich verkleinert um der Verantwortung die Last zu nehmen) und alles ist vorbei. Dann hatte ich ab den 1990er […]

Unangemessenes Verhalten

Startenor Placido Domingo scheint es begriffen zu haben: Auch aufgezwungene Küsse, Berührungen und Streichelattacken (Salzburger Nachrichten, 26. 02., S. 10) sind sexuelle Übergriffe, und sie können bei hierarchisch untergeordneten Menschen massive Angst auslösen: Was passiert mir, wenn ich protestiere, mich wehre, an übergeordneter Stelle – wenn es überhaupt eine gibt – beschwere? (Ich habe bewusst […]

„Erst kommt das Fressen …“

Ab Herbst 2020 – also, oh Wunder: mitten im Wiener Landtagswahlkampf – werden Eltern von 17.000 Kinder an 63 Ganztags-Schulstandorten  keinen Essensbeitrag mehr zahlen müssen, lese ich in den Salzburger Nachrichten vom 20. Februar 2020, Seite 2. Und: In den Gratiskindergärten aber schon. Frage: Warum eigentlich der Unterschied? Worauf gründet er sich? Und laut Wiener […]

„Ist mir halt passiert …“

Nach dem Handballspiel Hollabrunn gegen Bad Vöslau letzthin gab es eine Schlägerei, lese ich in der Horner NÖN 07/2020 auf Seite 71: Nach dem Heimsieg der Hollabrunner mit 32:27 habe ein Vöslauer Spieler einem UHC-Spieler einen Faustschlag „in den Brust- und Bauchbereich verpasst“ und damit zu Boden gestreckt – Polizeieinsatz – Krankenwagen – Brustbeinprellung. Und […]

Cui bono? (auf deutsch: Wem nutzts?)

Nun wird also überlegt, entnehme ich den Medien (https://www.meinbezirk.at/c-politik/scheidungen-sollen-in-oesterreich-bald-schneller-gehen_a3926964) , die „Scheidung aus Verschulden“ abzuschaffen und nur mehr einvernehmlich oder strittig („Zerrüttung“ besteht ja immer) gelten zu lassen – weil ohnedies die meisten Scheidungen einvernehmlich ablaufen. Das finde ich nicht gut, und zwar aus mehreren Gründen: Die im zitierten Zeitungsbericht angesprochene „Schmutzwäsche“ wird sich dadurch […]

Wege aus dem Vergewaltigungstrauma

Ob es „Trauma Bonding“ (https://hilfefueropfervonnarzissten.com/2017/04/26/trauma-bonding/) wirklich gibt, fragte mich vergangenen Donnerstag die profil- Journalistin, nämlich in Verbindung mit dem Prozess gegen Harvey Weinstein, konkret: Dass Frauen, die Klage erhoben hatten, sie wären von ihm zu Sex gezwungen worden, dennoch in „zärtlicher“ Verbindung zu ihm geblieben wären, wie seine Verteidigerin (auch ein strategischer Kniff, eine Frau […]

Der Blick der „Eiskönigin“

Die ehemalige Botschafterin Eva Novotny (*1944), so konnte man am 12. Februar auf Seite 4 des Kurier sehen, hatte auf Facebook geschrieben: „Ich bin fassungslos über die Berichterstattung zur Justizdebatte in der ZiB 1. Und dann bekommt die Eiskönigin noch ein Forum beim Zentrum.“ Und darunter war eine Facebook-Meldung der ehemaligen Biochemie-Professorin Renée Schröder (*1953) […]

Narzissmus

Ob ich Donald Trump für einen Narzissten halte – oder gar Mahatma Gandhi oder Martin Luther King, fragte mich der Journalist, weil sie doch unentwegt in die Öffentlichkeit drängten? Nein antwortete ich (nachzulesen in der heutigen Furche): Gandhi war Rechtsanwalt, King war Pastor, beide Berufe qualifizieren ihre Angehörigen dazu, überzeugende Reden zu halten – das […]