Halt! Gewalt!

Sippenhaftung?

Jetzt schießen sich die HassposterInnen auf Katharina Nehammer ein, weil sie sich gegen eine Verleumdung im Netz gewehrt hat – so wie es unsere Gesetze vorsehen – und zusätzlich auch diejenigen, die das eifrig weitergeleitet haben und…
Halt! Gewalt!

Menschenjagd

Als voriges Jahr in meiner Facebook-Blase die Links zu amerikanischen Anti-Trump-Aktionen wie der Zoom-Chor „Vote him away!“ anwuchsen, hat mich die kreative Idee entzückt und dem Inhalt hab ich – eh klar – zugestimmt, denn dafür sind…
Halt! Gewalt!

Verzichten

Kann man eine Krise – beispielsweise die Klimakrise – bewältigen, ohne zu verzichten, lautet derzeit eine aktuelle politische Streitfrage (Kurz: Klimakrise ohne Verzicht zu bewältigen - news.ORF.at). Das Wort „verzichten“ ist eines…
Halt! Gewalt!

Abwehr

Anna Freud ist das Verdienst zuzusprechen, ausführlich aufgezeigt zu haben, wie und auf welche Weisen wir alle unbewusst „abwehren“, was unser Bewusstsein nicht wahr-nehmen will – beispielsweise, weil wir dann mit Angstgefühlen reagieren…
Halt! Gewalt!

Der Mythos vom starken Immunsystem

Da lese ich doch im aktuellen profil 29 vom 18. Juli (Seite 26), dass ein „interdisziplinäres deutsch-österreichisches Autor*innenkollektiv“ propagiert, dass ein „starkes Immunsystem die effektivste Antwort“ auf das Corona-Virus sei.…
Halt! Gewalt!

Sexualität ist Macht …

So lautet der Titel des Buches von Angela Carter (1940–1952) über die Frauengestalten bei de Sade – der „braven“ Justine, dem ewigen Vergewaltigungsopfer, und der „skrupellosen“ Juliette, für die Lust nur ist, wenn sie (wie bei…
Rotraud A. Perner | Gewaltprävention im Alltag

Rotraud A. Perner
Gewaltprävention im Alltag

Taschenbuchausgabe des Buches „Schaff dir einen Friedensgeist“ (2001)
12,5 x 19 cm | 400 Seiten
A € 15,40

Bestellungen unter:
rotraud@perner.info
Preis: € 15,40 + Versandkosten

Suizidprävention
Rotraud A. Perner, Alexander Warzilek & Mirjam Weichselbraun
„Berichterstattung“ | Podcast vom 25.12.2020

“Der Papageno-Effekt“ und dessen Bedeutung für Hinterbliebene und zur Suizidprävention

Im Jahr 2018 nahmen sich in Österreich 1.209 Personen das Leben, fast dreimal so viele wie im Straßenverkehr umgekommen sind. Studien zu psychischen Krisen in Zeiten von Covid-19 lassen eine Steigerung dieser Zahl in den kommenden Monaten befürchten.
Dementsprechend wichtig ist es, mit einem Symposium zum „Papageno-Effekt” über die Art und Anmut von Suizid-Berichterstattung zu sprechen.

Hören sie hier den Podcast:
https://365-uber-medien-reden.simplecast.com/episodes/120-papageno-berichterstattung

Halt! Gewalt!

Das Projekt „Halt! Gewalt!“ wurde 2004 auf Initiative von Landeshauptmann Dipl. Ing. Dr. Erwin Pröll zur Motivation für ein gewaltverzichtendes Leben und Verbreitung dazu dienlicher theoretischer wie praktischer Informationen gestartet.

Die Konzeption und Durchführung liegt in Händen der Gewaltforscherin Prof. Dr. iur. Rotraud A. Perner, die als Juristin, Sozialtherapeutin und Diplommediatorin, mehrfach ausgebildete staatlich lizensierte Psychotherapeutin (Zusatzbezeichnung Psychoanalyse), Gesundheitspsychologin und akademisch zertifizierte Erwachsenenpädagogin sowie evangelische Theologin (und Pfarrerin im Ehrenamt) gewohnt ist, mehrperspektivisch auf soziale Phänomene zu blicken.

Sie sagt:
„Die Wurzel der Gewalt liegt im Vergleich: Wenn man sich mit anderen „misst“ und vermeint, schlechter abzuschneiden, kann man mit Aktivierung oder passiver Resignation reagieren.
Aktiv werden viele aber nur, indem sie diejenigen abwerten, niedermachen, wegdrängen oder gar vernichten (zu Nichts machen), die bei ihnen Angst und/oder  Zorn auslösen.
Man kann aber auch aktiv werden, indem man an sich arbeitet, nicht um besser zu werden als wer anderer, sondern um das eigene Potenzial zu entwickeln und immer wieder zu optimieren.“

Die „Briefe gegen Gewalt“ sind außerdem ein Forschungsprojekt: Es wird anonym festgehalten, nach welchen „Briefen“ Bestellungen bzw. Abbestellungen erfolgen. Im letzteren Fall bittet Dr. Perner persönlich um Bekanntgabe der Gründe, die dann – wieder anonym – geclustert werden.

Ebenso wird festgehalten, wann auf diese Bitte nicht geantwortet wird – denn Kommunikationsverweigerung ist auch eine Form von Gewalt, d. h. tiefenpsychologisch entschlüsselt: Welcher Brief-Inhalt hat eine subtile Gewaltbereitschaft (z. B. Ärger als minimalste Form von Aggression oder aber Frustration) ausgelöst.

Dies dient einerseits der Erkenntnis, welche Sichtweisen wie ankommen und in welcher Form beantwortet werden, andererseits unterstützt es die Selbstreflexion der Verfasserin.

All denjenigen, die offenherzig antworten, sei hier besonderer Dank ausgesprochen.

Briefe gegen Gewalt

In den „Briefen gegen Gewalt“ werden aktuelle Ereignisse durch üblicherweise unbeachtete tiefenpsychologische Sichtweisen ergänzt um die Leserschaft auch für subtile Gewalt zu sensibilisieren. Vieles scheint dabei gegen den Mainstream angedacht — tatsächliche sind es die unbeleuchteten Schattenseiten (im Sinne C. G. Jungs).
„Denn man sieht nur die im Lichte, die im Schatten sieht man nicht.“ (Bert Brecht, Dreigroschenoper)

Um unbedachte „Schnellschuss-Reaktionen“ zu vermeiden, ist dazu keine Möglichkeit anonymer Postings vorgesehen. Sehr wohl kann man aber mit Dr. Perner über mail  korrespondieren. Derartiger Mail-Verkehr wird geclustert und evaluiert und findet im Forschungsbericht Eingang.

Anfragen zum Thema Gewalt

Ein anderes Tool zur Bewirkung primärer Gewaltprävention sind die Möglichkeiten, „Anfragen zum Thema Gewalt“ zu stellen. Dieses Angebot besteht jenseits von Beratung oder Therapie in vertiefter Information über Ursachen, Dynamiken, Eskalationen von Konflikten aller Art sowie der Möglichkeiten von Selbsthilfe samt Anleitungen dazu. Diese Anfragen unterliegen absoluter Vertraulichkeit und der professionellen Schweigepflicht von PsychotherapeutInnen bzw. PfarrerInnen. Auch hier werden die Themen anonymisiert geclustert und statistisch erfasst.

Selbsthilfegruppen zum Thema Gewalt

Intensivseminare und -workshops zur Gründung von „Selbsthilfegruppen gegen Gewalt“ für besorgte BürgerInnen wie auch ZeugInnen bzw. Mitwissende von Gewalt sollen Personen, die solche Gruppen vor Ort initiieren wollen, das nötige Rüstzeug vermitteln.

Texte zum Thema Gewalt

Bei den „Texten zum Thema Gewalt“ hingegen handelt es sich um vertiefte Ausarbeitungen zu bestimmten Gewaltformen bzw. -aspekten.

Literatur zum Thema Gewalt

Unter „Literatur zum Thema Gewalt“ empfehlen und kommentieren Dr. Perner und ihr Team Bücher und andere Produkte künstlerischen Schaffens, die sie selbst als hilfreich bewerten.

Verschiedenes

Andere Aktivitäten werden unter „Verschiedenes“ angekündigt.