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Themenschwerpunkte
Gewalt in der Wirtschaft
„Ohne Rücksicht auf Verluste zum Karriereziel“...
... So titelte das Wirtschaftsblatt am 17.9. im Themenbereich „Beruf & Karriere“
Der Bericht handelt von einer Dame, die sich als „(Karriere) Coach“ bezeichnet. Auch ein Buch hat Sie verfasst - mit den Anleitungen „wie man/frau jemand anderen fertig macht“ – Na toll, jetzt können wir’s sogar schon via Wirtschaftsblatt lesen wie man lügt, mobbt, täuscht und hinter’s Licht führt!
Das Bild dazu ist dann das Tüpfelchen auf dem „i“: Sie sehen zwei Frauen als Schattenbild, wobei die hinten Stehende der Anderen ein hoch erhobenes, spitzes Messer in den Rücken rammen will.
Im Überblick gibt’s Methoden, die einen das blanke Entsetzen ins Gesicht treiben.
Frohe Zeiten kommen da auf uns zu – ich hoffe Ihre KollegIn lässt sich nicht gerade von dieser benannten Dame coachen!
Verzeihen Sie mir an dieser Stelle meinen Zynismus, aber auch ich selbst bin ziemlich schockiert!
Zur Erklärung ich arbeite selbst als Coach und betreue viele Unternehmen, bzw. deren Mitarbeiter, die gerade im Bereich der oft hohen Gewaltbereitschaft (verbale Gewalt, Mobbing, strukturelle Gewalt in Unternehmen, usw.) sehr viel erleben. Deshalb bin ich doppelt betroffen. Als Coach, deren Berufsgruppe durch derartige Aussagen angepatzt und verunglimpft wird und als „Mitbetroffene“ durch meine KlientInnen.
Ich möchte daher im Sinne von Halt! Gewalt! ganz entschieden gegen solche Aussagen protestieren UND vor allem auch allen (Teil-)Betroffenen Mut machen:
Diese Anleitungen sind schon insofern wertlos, da KEINER der dies anwendet, wirklich Erfolg haben wird! Wer durchschaut dieses Spiel nicht in absehbarer Zeit – Wer lässt sich dies gefallen?
Deshalb meine „Coaching“-Anleitungen für einen effizienten, nachhaltigen und deshalb GEWALTLOSEN Karriereweg:
- Nachhaltige Karriere machen gesunde Menschen: Gewalt ist auch für Gewalt-Ausübende ungesund und wird sich in körperlichen und psychosomatischen Symptomen zeigen! Gewaltanwendung erzeugt Stress (wissenschaftlich bewiesen) dies ist absolut gesundheitsschädlich (Zit. Prof. Perner)
- Gewaltaktionen erzeugen Reaktionen, ein gesundes Unternehmen wird dies sofort unterbinden und Gewaltherde nach Möglichkeit auslagern.
- Die Wahrnehmung für Gewaltaktionen schärfen: „Will ich wirklich Täter sein?“, „Was tue ich damit jemand anderen an?“, „Will ich dass mit mir selbst so umgegangen wird?“, „Komme ich mit diesem Weg wirklich nachhaltig weiter?“, „Welche Reaktionen darf ich dafür erwarten?“
- Die Wahrnehmung der Betroffenen schaffen: „Was passiert hier konkret?“, „Welche Reaktion ist lösungsorientiert?“, „Welche Ressourcen können mir helfen?“, „Wer kann mir Unterstützung bieten?“
- Betrachten Sie Ihre persönliche Sichtweise von Karriere: „Gewalt ohne Rücksicht auf Verluste“ oder „Vernetzung und Allianzen bilden“?
- Was hilft Ihnen (und damit auch den meisten anderen Menschen) in schwierigen Situationen – Freunde oder Feinde?
- Gerade im wirtschaftlichen Bereich stehen wir oft kniffligen Herausforderungen gegenüber, Vertrauen, Verlässlichkeit und Einsatzfähigkeit stehen in den meisten Unternehmen an oberster Stelle - Gewalttäter haben diese Eigenschaften nicht!
- „Ohne Rücksicht auf Verluste“ wollen und können sich Unternehmen heutzutage nicht mehr leisten (wenn sie’s überhaupt schon konnten). Verbündete und Weggefährten stärken nicht nur die Karriere, sondern auch die soziale Kompetenz – und genau dass ist das ist unter anderem Führungspotential von erfolgreichen Managern!
Ich freue mich Ihnen zum Thema Halt! Gewalt! in der Wirtschaft in nächster Zeit einige Beiträge von hochrangigen Unternehmern und Wirtschaftstreibenden hier vorstellen zu dürfen. Wenn Sie dazu Anregungen haben, bzw. auch selbst berichten wollen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.
Ihre Karin Eder
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