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"Elternverein – oh Gott!"
Karin Eder, Dipl. Mediatorin


Vor kurzem erzählte mir eine Klientin in meiner Coaching-Praxis Folgendes:

„Elternverein“ – das war für mich als Schülerin und auch jetzt als Mutter irgendwie eine „große Unbekannte“. Eltern sitzen zusammen und diskutieren über mögliche Schulausflüge, finanzielle Investitionen oder schulautonome Tage. Mit den Eltern der Schulfreunde versteht man sich gut, mit denen der „Außenseitern, „Bösen & Schlimmen“ vermeidet man eher den Kontakt … Meist werden auch die sehr kritisch beäugt die „komische Vorschläge“ wie „holen wir doch eine/n Experten zu einem anstehenden Thema (könnte z.B. Gewalt an der Schule sein) zu uns an die Schule“ machen. Sehr seltsam … Ich habe mich vor Jahren ausgeklinkt, hatte genug „Wichtigeres“ zu tun – und außerdem ist es immer besser von außen Anregungen zu geben, als diese dann eventuell umsetzen zu müssen … oder???

„Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, da kann ich nicht mehr zusehen, an der Schule geht es so zu, die Gewalt steigt – nicht nur unter den Schülern, sondern auch von LehrerInnen an Schülern – was kann ich tun?“

Ich finde, dass etwas TUN zu wollen und die Wahrnehmung für ein Problem zu schärfen schon der erste wesentliche Schritt zu einer Verbesserung ist. Wären nur mehr Eltern bereit auch selbst wahr-zu-nehmen, hin zu hören und hin zu sehen! Es ist nicht fair etwas zu beanstanden aber selbst keinen Beitrag zu leisten. Es gibt viel Wichtiges, jedoch die Wichtigkeit der Erziehung der eigenen Kinder und deren Umgang mit Gewalt und Gewaltprävention kann nicht nur delegiert und „outgesourct“ werden. Verantwortung übernehmen ist ein wesentlicher Teil von Gewalt-PRÄVENTION. Und Elternvereine sind immer so gut wie das Engagement der Eltern, denn auch in dieser Tätigkeit können wir alle Vorbilder für unsere Kinder sein.

„Klinken Sie sich wieder ein! Sie können nur durch Aktivität für Gewaltprävention wirken.“


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