Selbsthilfegruppen gegen Gewalt

 

Gewalt – und sei sie noch so gering – geht alle an.
Sie schädigt die Körper-Seele-Geist-Einheit, und das oft jahrelang.
Heute wissen wir dank der computergestützten Gehirnforschung, dass und wie sich Gewalterfahrungen in Veränderungen im Amygdala-Komplex [>>>] zeigen, und dass ihr neuerliches Erleben durch Auslösereize („Trigger“) aktiviert werden kann – auch nach langen Zeitabständen.

Das Projekt Selbsthilfegruppen gegen Gewalt der Aktion Halt! Gewalt! zielt auf Gründung von Gesprächskreisen zur

  • Primärprävention von Gewalt: Erkennen, wie sich Gewalt aufbaut und desskalierend einwirken lernen,
  • Sekundärprävention von Gewalt: Traumatisierungen möglichst zeitnah verhindern oder auch bei Zeitabstand salutogen reagieren lernen,
  • Tertiärprävention: Wissen, wann psychotherapeutische Intervention sinnvoll bzw. notwendig ist.

Das Projekt Selbsthilfegruppen gegen Gewalt ist dementsprechend in 3 aufeinander aufbauende Module gegliedert und will Leiter/innen für die angepeilten Gesprächsgruppen mit den erwachsenenpädagogischen Basisinformationen und ihrer Anwendung vertraut machen.

DURCHFÜHRUNG

  • Die Module werden in der Akademie für Salutogenese & Mesoziation (ASM) in 2243 Matzen, Bahnstraße 24 abgehalten.
  • Sie dauern von 10–16 Uhr
  • Termine werden gesondert auf der Startseite von www.haltgewalt.at angekündigt.
  • 2017 werden diese Module in der ASM dank der Förderung der NÖ Landesregierung kostenfrei abgehalten.

Sie können aber auch von Institutionen als Inhouse-Seminar gebucht werden.
Anfragen an office@perner.info

ANRECHENBARKEIT

Der Besuch dieser Module kann mit jeweils 8 Stunden als Fort- und Weiterbildung für alle psychosozialen Berufe bestätigt werden.

LITERATUR

Joachim Bauer | Schmerzgrenze

 

Das Ende eines Mythos: Wie Aggression entsteht und warum Gewalt in der U-Bahn, Amokläufe, kriegerische Auseinandersetzungen – täglich erreichen uns Nachrichten über zwischenmenschliche Aggression. Bestsellerautor und Neurobiologe Joachim Bauer geht dem Phänomen Gewalt auf den Grund und entlarvt den sogenannten Aggressionstrieb als Mythos. Bauer erklärt die Bedeutung der »Schmerzgrenze« für die Entstehung menschlicher Aggression und erläutert, wie sich gewalttätige Psychopathen von durchschnittlich gesunden Menschen unterscheiden. Das Buch zeigt, was wir privat, gesellschaftlich und politisch tun können, um Gewaltspiralen zu vermeiden und den Frieden zu bewahren.